Die Welt von Runarthra war einst voller Länder, Völker und großer Herrscher mit großen Ideen. Vergangen sind die Zeiten, in denen Sterbliche ihr eigenes Schicksal schmieden konnten. Seit jenem Tag, an dem der Komet kam. Es mag viele von ihnen geben, doch jeder Bewohner der Welt weiß, welcher Komet gemeint ist, wenn von dem Kometen gesprochen wird.
Er schlug vor über 9 Jahrhunderten ein und riss die Götter aus ihren Himmeln, den Höllen und den Unterwelten. Aus dem Einschlagskrater strömten nicht enden wollende, mit dem bloßen Auge nicht fassbare Massen an Kreaturen. Die Götter erfuhren mit großem Grauen, dass der Tod nun auch Macht über sie hatte. Seitdem konnten sie getötet werden wie jeder Sterbliche, der jetzt neben ihnen lebte.
Im Chaos der Apokalypse entdeckten die Sterblichen der Welt das Götterblut, ‚Eitr‘, das die Kreaturen mit sich brachten. Mit ihm konnten die nun vergänglich gewordenen Götter ihren sterblichen Kindern einen Teil ihrer alten Macht verleihen. Das war die Geburtsstunde der Einherjar, der sterblichen Krieger, die an ihrer Seite gegen den Untergang kämpften.
Wodan war es, der das Geheimnis des Eitrs lüftete und er war es, der die nordischen Götter an den Krater führte und die Festung Hvergel errichtete, um die Flut des Unterganges zu dämmen. Er war es auch, der die Götter in der Thingversammlung einte und die gemeinsame Stadt Thulthrheim um Hvergel errichten ließ. Die Welt war damit jedoch nicht gerettet.
Sterbliche Nomaden, die Skaygr, fanden heraus, dass man Eitr zu einer Droge verarbeiten konnte. Diese verleiht einem für kurze Zeit ungeahnte magische Kräfte, zwar nur für kurze Zeit,ohne das Brandmal der Götter zu benötigen. Sie belagerten die Stadt seitdem, um den Krater zu ‚befreien‘. Andere Sterbliche verrieten die Götter und nutzten Eitr, um sich selbst eine ewige untote Existenz zu ermöglichen.
Die Reiche alter Zeit sind Geschichte, nur noch an den Peripherien der vier Himmelsrichtungen gibt es Überreste der Zivilisation. Runarthra ist dem Untergang geweiht. Es gibt nur eine Hoffnung: die Götter prophezeiten, dass der erste Gott oder die ersten Götter, die den Kometen erreichen, zurück in die nun verlassenen Himmel aufsteigen und die Welt neu schaffen können. So läuft seit 9 Jahrhunderten das Wettrennen der Götter darum, als Erste den Grund der Tiefen im Krater zu erreichen und sich zur Allmacht zu erheben. Währenddessen kämpfen die Mächte des Unterganges unermüdlich darum, die Flamme der Zivilisation endgültig zu ersticken. Auf den Schultern der Einherjar entscheidet sich das Schicksal der Welt.
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